Verflixxt gut
Mit dem kurzweiligen Spielspass Verflixxt legt Ravensburger erneut ein spannendes Brettspiel fuer die ganze Familie vor, das wie Mensch aergere Dich nicht das Zeug zum Klassiker hat. Das einfach geniale oder genial einfache Wuerfelspiel des erfolgreichen Autorenteams Wolfgang Kramer und Michael Kiesling (Tikal) fuer zwei bis sechs Personen ab acht Jahren bietet durch sein bewegliches Spielfeld zahlreiche Varianten und Nervenkitzel.
Die Spielregeln
Ziel des Spiels ist es mit seinen drei Spielfiguren vom Start zum Ziel zu gelangen, was auf den ersten Blick reichlich banal klingt. Auf den zweiten Blick stellt sich das als gar nicht so leicht heraus. Denn das Spielfeld, das aus einzelnen Karten nach einer vorgegebenen Reihenfolge zusammen gesetzt ist, verschwindet nach und nach. Die Karten sind als Plus-, Minus- und Glueckstafeln ausgezeichnet, und immer wenn ein Spieler allein auf einer Tafel steht und von ihr wegzieht, muss er diese aufnehmen. Der jeweilige Wert der Karte - ob positiv oder negativ - wird ihm dabei gut geschrieben, was im Falle einer Minustafel natuerlich alles andere als gut ist. Gewonnen hat schliesslich derjenige, der im Ziel ueber die meisten Pluspunkte verfuegt. Dabei spielt es keine Rolle, ob man als erster ins Ziel kommt. Zu schnell zu sein kann sich sogar als grosser Nachteil entpuppen, wenn das Tempo zu Lasten des Punktesammelns geht.Wer an der Reihe ist, muss sich entscheiden, ob er eine der drei eigenen Figuren vorrueckt oder einer der acht so genannten Waechtersteine bewegt. Erschwerend kommt noch hinzu, dass Minustafeln mit Hilfe der Glueckskarten ihren Wert veraendern und positiv werden koennen. Das Spiel ist zu Ende, wenn alle Spieler ihre Figuren ins Ziel gebracht haben. Da sich der endgueltige Wert der Karten oft erst mit dem letzten Zug entscheidet, bleibt es bis zuletzt verflixxt spannend.
Wer zuletzt lacht, lacht am besten
Natuerlich ist dabei viel Wuerfelglueck im Spiel, aber es gehoert auch eine gehoerige Portion taktisches Geschick dazu, als Punktesieger aus Verflixxt hervorzugehen. Um den Schwierigkeitsgrad zu erhoehen, sind mehr als die Haelfte der Karten mit Minuspunkten versehen, so dass man schnell viele Punkte ansammelt, die man gar nicht haben will. Einfluss auf den Spielverlauf kann man vor allem durch die so genannten Waechter nehmen. Bei den Waechtern handelt es sich um Spielfiguren, die niemandem gehoeren, aber von allen gezogen werden koennen. Steht ein Waechter oder auch ein anderer Mitspieler auf dem Plaettchen, das man gerade verlaesst, braucht man es nicht zu nehmen. Das kann von Vorteil, aber auch hoechst aergerlich sein, wenn es sich dabei um eine Pluspunktkarte oder sogar um eine der sechs heiss begehrten Glueckskaertchen handelt. Jede Glueckskarte wandelt naemlich am Spielende Minuspunkte in Pluspunkte um und kann damit bis zu 16 Punkte Unterschied pro Karte ausmachen. Waechter duerfen nur weiter gezogen werden, wenn noch eine weitere Figur auf derselben Karte steht.
Besonders gemein ist es, wenn man gerade einen Waechter weiter gewuerfelt hat, um einer Glueckskarte habhaft zu werden, und ploetzlich ein Mitspieler auch auf diese Karte vorrueckt, bevor man selber wieder am Zug ist. Man kann einen Waechter auch taktisch klug vor sich herschieben, um ihn spaeter auf einer Minuskarte zu plazieren, die man nicht aufnehmen will. Das funktioniert natuerlich nur, wenn nicht einer der Mitspieler den Waechter einfach wegzieht. Verflixxt aber auch!
Die letzte Etappe der Wegstrecke vor dem Ziel ist selbstverstaendlich mit Minuskarten gepflastert. So kann der vermeintliche Sieger des Spiels noch in letzter Sekunde zum Verlierer werden, weil er eine angepeilte Glueckskarte nicht bekommt oder weil ihm das Wuerfelglueck nicht mehr hold ist und er doch noch zaehneknirschend eine Minuskarte aufnehmen muss.
Weitere Spielvarianten
Die Spielregeln geben vor, die Kaertchen in einer bestimmten Reihenfolge aneinander zu legen. In der Anleitung finden sich aber auch fuenf weitere Spielvarianten, die z.B. neben einer anderen Anordnungen der Plaettchen auch Regeln zum Rueckwaertsziehen der Figuren oder alternative Bedingungen fuer das Spielende vorsehen. Die verschiedenen Varianten koennen miteinander kombiniert oder auch fuer sich allein gespielt werden. Selbstverstaendlich koennen die Regeln auch um eigene Abwandlungen ergaenzt werden. So ist immer fuer genuegend Abwechslung gesorgt und die Spannung bleibt auch beim wiederholten Spielen gewahrt.
Zwei bis sechs Spieler koennen gegeneinander antreten. Ein Spiel dauert - abhaengig von der Anzahl der Mitspieler - etwa 30 Minuten. Die Regeln sind leicht verstaendlich, der Spielaufbau schnell vollzogen, so dass es ohne weitere Umstaende zur Sachen gehen kann. Manch einer wird es bedauern, dass man seine Mitspieler nicht wie bei Mensch aergere Dich nicht rausschmeissen kann - besonders wenn sie wieder einmal alle schoenen Plaene zu Nichte gemacht haben. Aber gerade das macht den Reiz des Spiels aus, dass so nie vorhersehbar und planbar ist.
Zubehoer und Ausstattung
Das Spiel enthaelt 32 Wegtafeln, davon acht Plustafeln, 18 Minustafeln und sechs Glueckstafeln sowie jeweils eine Start- und Zieltafel. Neben der Spielanleitung besteht Verflixxt ausserdem aus 18 Spielfiguren, acht Waechtersteinen und einem Wuerfel. Das hochwertige Material garantiert lang anhaltenden Spielspass. Die Spielfiguren sind aus Holz, die Kaertchen, die alle mit unterschiedlichen Motiven verschiedener Kuenstler verziert sind, aus dicker Pappe.
Auszeichnungen
Verflixxt wurde auf die Nominierungsliste fuer das Spiel des Jahres 2005 aufgenommen und in Oesterreich als Spiele Hit fuer die Familie 2005 ausgezeichnet. Das stark wuerfelbetonte Gluecksspiel eignet sich hervorragend fuer die ganze Familie, wird aber auch auf geselligen Spieleabenden fuer grosse Heiterkeit sorgen. Durch den einfachen Aufbau und die kurze Spieldauer laesst sich Verflixxt so gut wie ueberall und immer spielen.